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Norwegen 20. bis 22. Juli

Gleich zu Beginn einen Pausentag ist nicht schlecht und der war bewusst eingeplant. Muss ich doch Gaskartuschen und Lebensmittel organisieren. Beides kann ich nicht im Flieger mitnehmen, das eine Brandgefährlich und beim anderen lohnt es sich nicht noch mehr Gewicht mitzunehmen. Ich also rein ins getummel der Fussgängerzone und auf die Suche nach Gaskartuschen. Outdoor Geschäfte findet man nicht so leicht über Google Maps und so stolpere ich eher durch Zufall und weil mich der Hunger in den Gassen herumtreibt in ein entsprechendes Geschäft. Und siehe da, Bingo gleich ein Volltreffer.

Opernhaus, Hafen, Schwimmbrücke, Königspalast etc. steht dann auch noch an. Zwischendurch gönne ich mir ein Guinnes, obwohl leiste ich mir eher angebracht ist. Denn es schlägt mit 13.- zu buche…

Siteseeing in einer Stadt muss man nicht zwingend mit so ner quatsch Tour machen. Ich löse immer ne Tageskarte für den ÖV und setzte mich ins Tram oder Bus. Da sieht man mehr als mit ner organisierten Tour, auch die Kehrseite.

Die Lebensmittel habe ich dann auch noch besorgt. So bin ich nun gerüstet um am 21. Juli zu starten.

Von meinem BnB geht es zuerst Richtung Zentrum vorbei am Königspalast und direkt durch die Fussgängerzone. Da es noch früh ist hat es kaum Leute. Danach geht’s vorbei am Opernhaus und Richtung Süden. Also zuerst Osten nen Hügel hoch. Die Tagesetappe bringt sehr viel Abwechslung was die Landschaft angeht. Von gut ausgebauter Strasse bis zu Singeltrails, von rassiger Abfahrt bis zum hochschieben des Velos.

In Moss komme ich dann an den Eurovelo Nordseeradweg und folge nun dem bis auf weiteres. In Oven finde ich dann einen Campingplatz, muss zuerst aber merken das die alle keinen Empfang haben. Da musst du dich durchfragen bist du den Chef hast. Direkt am Wasser beziehe ich mein Zelt und muss wegen Wassermangel mit einer Wasserflasche notdürftig duschen. Was solls, dafür kostet der CP nur 7.-

Schon bei der Fahrt nach Oslo und auch heute stört mich der Wind ein wenig der direkt von Süden her blässt und ich somit Gegenwind habe. Dieser Südwind verhält sich gleich wie unsere Bise und frischt während des Tages auf und in der Nacht ab. Darum beschliesse ich am nächsten Tag früh loszufahren.

Gesagt getan, nachdem der Wecker um 5 los geht brauche ich etwa eine 5/4 Stunde bis ich ready bin. So gegen halb sieben bin ich dann los. Der Wind war noch sehr schwach und es war noch kühl. Aber Bewegung wärmt ja. Ich bin alleine auf der Strasse, kein anderes Gefährt kommt mir entgegen oder überholt mich. Es ist herrlich, sogar ein Reh mit ihrem Junge kreuzt unsere wege. Die Mutter zeigte keine grosse scheu, schaute mich an und geht gemütlich über die Strasse ihr Junges tänzelt hinterher. Mir geht wieder die Geschichte durch den Kopf als ich das Reh aus dem Kanal rettete -> siehe Dublin Reise vom 2017. Ich komme weiterhin gut voran.

Nach dem Mittagessen, nem Fastfood Burger mit allinclusive geht’s weiter dem auffrischendem Wind entgegen und der Grenze zu Schweden. Kurz vor der Grenze wird es heftig. Ne 9% Steigung voll an der Sonne, kein Wind bläst und es wird über 36°. Zum Glück hab ich genug flüssiges dabei.

Mein Fazit zu Norwegen

Landschaftlich habe ich nur einen sehr kleinen Teil des Landes gesehen und dieser haut mich nicht aus den Socken. Ich denke dafür war ich an der falschen Ecke. Wer hier Ferien macht muss das Grosse Geld mitnehmen da es ein Hochpreisland ist, vor allem was den Alkohol angeht. Aber auch sonst bezahlt man mehr als bei uns. Was mich aber erstaunt ist die Anzahl neuer Autos. Es gibt nur sehr wenige die älter als 5-10 Jahre alt sind. Auch der grosse Anteil an Hybrid und Elektroautos ist enorm. Hier wird sicher viel investiert und entsprechend Subventionen für solche Fahrzeuge bezahlt.

 

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